Absatz (Stück)
Absatz = Σ verkaufte Menge der Positionen im Zeitraum
Summe der verkauften Stück aus den Verkaufsberichten (SLSRPT) der teilnehmenden Händler.
Lesehilfe: Grundlage fast aller anderen Kennzahlen.
Jede Kennzahl mit Formel, Lesehilfe und Rechenbeispiel. Die Beispiele entstehen aus denselben Rechenfunktionen wie die Auswertungen.
Absatz = Σ verkaufte Menge der Positionen im Zeitraum
Summe der verkauften Stück aus den Verkaufsberichten (SLSRPT) der teilnehmenden Händler.
Lesehilfe: Grundlage fast aller anderen Kennzahlen.
Umsatz = Σ gemeldeter Umsatz; fehlt die Angabe: Umsatz = Menge × Verkaufspreis
Der Umsatz wird möglichst aus der Meldung übernommen. Fehlt er, rechnet die Plattform ihn aus Menge und gemeldetem Verkaufspreis.
Lesehilfe: Umsatz in Euro, Brutto oder Netto wie vom Händler gemeldet.
Geldwerte erst ab Mindestzahl.
Ø Preis = Umsatz ÷ Absatz (nur Positionen mit Umsatzangabe)
Der tatsächlich erzielte Stückpreis – keine UVP und keine Empfehlung.
Lesehilfe: Vergleichbar nur bei gleichem Zeitraum und gleichen Artikeln.
Wachstum = (Wert jetzt − Wert Vorperiode) ÷ |Wert Vorperiode|
Veränderung gegenüber dem Vergleichszeitraum (Vorjahr oder Vorperiode).
Lesehilfe: Negativ = Rückgang. Bei sehr kleinen Vorperioden wird das Ergebnis schnell groß.
CAGR = (Wert Ende ÷ Wert Start)^(1 ÷ Jahre) − 1
Das gleichmäßige Jahreswachstum, das vom ersten zum letzten vollen Kalenderjahr führt. Glättet Schwankungen zwischen den Jahren.
Lesehilfe: Nur vollständige Kalenderjahre im Zeitraum werden verglichen.
Nur wenn alle Jahre im Zeitraum die Schutzregeln erfüllen.
Beitrag = (Teil jetzt − Teil Vorperiode) ÷ Gesamt Vorperiode
Wie viele Prozentpunkte des Gesamtwachstums ein Teil (etwa eine Warengruppe) beisteuert. Die Beiträge aller Teile ergeben zusammen das Gesamtwachstum.
Lesehilfe: Ein Teil kann stark wachsen und trotzdem wenig beitragen, wenn er klein ist.
ΔUmsatz = Mengeneffekt + Mixeffekt + Preiseffekt Mengeneffekt = (Q1 − Q0) × P̄0 Mixeffekt = Σ (q1 − Q1 × q0 ÷ Q0) × p0 Preiseffekt = Σ (p1 − p0) × q1
Zerlegt, woher eine Umsatzänderung kommt: mehr oder weniger Stück, eine Verschiebung zwischen Warengruppen mit unterschiedlichem Preisniveau oder eine Preisänderung. Q = Stück gesamt, P̄ = Ø Preis gesamt, q und p = Stück und Preis je Warengruppe (0 = Vorperiode, 1 = jetzt).
Lesehilfe: Die drei Teile addieren sich genau zur Umsatzänderung. Je Warengruppe gilt: Mengen- plus Preiseffekt = Umsatzänderung dieser Warengruppe.
Nur Warengruppen, die in beiden Perioden verkauft wurden. Es gibt keine Gesamtsumme über ausgeblendete Warengruppen.
Marktanteil = Absatz der Auswahl ÷ Absatz des Marktes (bei sonst gleichen Filtern)
Wie groß der Anteil der Auswahl am Markt ist – nach Stück oder nach Umsatz.
Lesehilfe: Nur aus Marktwerten, die die Schutzregeln erfüllen.
Index = Anteil der Auswahl ÷ Marktanteil × 100
Zeigt, ob eine Auswahl über- oder unterdurchschnittlich im Markt vertreten ist.
Lesehilfe: Über 100 = überdurchschnittlich vertreten, unter 100 = unterdurchschnittlich.
Differenz = Wachstum der Auswahl − Wachstum des Marktes
Ob die Auswahl schneller wächst als der Markt – in Prozentpunkten.
Lesehilfe: Positiv = schneller als der Markt.
Preisindex = Ø Preis der Auswahl ÷ Ø Marktpreis × 100
Vergleicht das erzielte Preisniveau mit dem Markt.
Lesehilfe: Unter 100 = günstiger als der Markt, über 100 = teurer.
Preisdurchsetzung = Umsatz ÷ (UVP × Menge)
Anteil der UVP, der tatsächlich erzielt wurde – nur für Artikel mit UVP.
Lesehilfe: 100 % = genau zur UVP verkauft. Darunter = Rabatte oder Reduzierungen.
Anteil reduziert = Stück, die mindestens 3 % unter UVP verkauft wurden ÷ Stück gesamt
Wie viel des Absatzes spürbar reduziert verkauft wurde.
Lesehilfe: Hoher Anteil = viel Abverkauf über den Preis.
Abverkaufsquote = Absatz ÷ (Absatz + Bestand am Ende)
Wie viel vom verfügbaren Bestand im Zeitraum schon verkauft wurde.
Lesehilfe: Ab 50 % gilt eine Ware als gut abverkauft. Unter 25 % bindet viel Kapital.
Nur mit Bestandsmeldungen (INVRPT).
Lagerreichweite (Wochen) = Bestand ÷ (Absatz ÷ Tage × 7)
Wie viele Wochen der Bestand bei gleichem Verkaufstempo reicht.
Lesehilfe: Unter 4 Wochen = knapp, über 26 Wochen = viel zu viel Ware.
Lagerumschlag = Absatz × 365 ÷ Tage ÷ Ø Bestand
Wie oft der Lagerbestand im Jahr umgesetzt wird. Ø Bestand = Mittel aus Anfang und Ende.
Lesehilfe: Höher = Ware dreht schneller.
Lagerdauer (Tage) = 365 ÷ Lagerumschlag = Ø Bestand ÷ (Absatz ÷ Tage)
Wie lange ein Stück im Schnitt auf Lager liegt, bevor es verkauft ist.
Lesehilfe: Kürzer ist besser – die Lagerdauer ist der Kehrwert des Umschlags.
Renner: Abverkaufsquote ≥ 50 % und Reichweite ≤ 4 Wochen Ladenhüter: Abverkaufsquote ≤ 25 % oder Reichweite > 26 Wochen (bei Bestand)
Einordnung der Artikel nach Abverkauf und Lagerreichweite.
Lesehilfe: Hilft beim Nachbestellen und beim Abbau von Restbeständen.
Nur mit Bestandsmeldungen.
HHI = Σ (Anteil in % )² über alle Marken
Misst, wie stark wenige Marken den Markt bestimmen. Die Summe der quadrierten Anteile in Prozent.
Lesehilfe: Unter 1.500 gering, 1.500–2.500 mäßig, über 2.500 hoch. 10.000 = ein Anbieter.
Nur aus ausgewiesenen Marken.
Top-n-Anteil = Σ Anteile der n stärksten ausgewiesenen Positionen
Wie viel Absatz die größten Marken oder Artikel zusammen auf sich vereinen.
Lesehilfe: Hohe Werte = Abhängigkeit von wenigen Positionen.
Nur aus ausgewiesenen Positionen.
Artikel nach Absatz absteigend sortieren; kumulierter Anteil bis 80 % = A, bis 95 % = B, Rest = C
Teilt das Sortiment in wenige wichtige (A), mittlere (B) und viele kleine Artikel (C).
Lesehilfe: A-Artikel bringen zusammen 80 % des Absatzes. Ausgeblendete Artikel zählen zu C.
Gruppen nur, wenn keine ausgeblendeten Mitglieder zurückrechenbar sind.
G = 2 × Σ (i × x(i)) ÷ (n × Σ x) − (n + 1) ÷ n x(i) = Werte aufsteigend sortiert, i = Rang
Misst, wie ungleich der Absatz auf die Artikel verteilt ist. Die Lorenzkurve zeigt das gleiche als Fläche.
Lesehilfe: 0 = alle Artikel verkaufen gleich viel, 1 = ein Artikel verkauft alles. Typisch im Handel: 0,5 bis 0,8.
Nur aus ausgewiesenen Artikeln.
Effektive Anzahl = exp(− Σ p × ln p), p = Anteil des Artikels am Absatz
Wie viele Artikel das Sortiment wirklich trägt. Zählt auch die Verteilung mit, nicht nur die Zahl der Artikel.
Lesehilfe: Liegt weit unter der Artikelzahl, wenn wenige Artikel den Absatz tragen.
Nur aus ausgewiesenen Artikeln.
Neuheitenanteil = Absatz erstmals verkaufter Artikel ÷ Absatz gesamt
Wie stark das Sortiment im Zeitraum durch neue Artikel getragen wird.
Lesehilfe: Erster Verkauf = erster gemeldeter Verkauf im Datenbestand.
Saisonindex = Absatz im Kalendermonat ÷ Ø Monatsabsatz × 100
Wie stark ein Monat über oder unter dem Durchschnitt liegt. Aus bis zu 24 vollen Monaten.
Lesehilfe: 100 = normal, 150 = ein Drittel mehr als üblich.
CV = s ÷ x̄, s = √( Σ (x − x̄)² ÷ (n − 1) )
Wie stark die Werte schwanken, im Verhältnis zur Höhe. Der Vergleich ist damit auch zwischen großen und kleinen Warengruppen möglich.
Lesehilfe: Unter 20 % = gleichmäßig, über 50 % = sehr sprunghaft.
Nur aus Wochen, die einzeln ausgewiesen sind.
Gleitendes Mittel = Mittel der letzten 4 Wochen Ausreißer: Abweichung vom gleitenden Mittel größer als 2 Standardabweichungen
Glättet kurzfristige Schwankungen. Auffällige Wochen werden sichtbar markiert.
Lesehilfe: Ein Ausreißer ist nicht automatisch ein Fehler – oft eine Aktion oder ein Feiertag.
Saisonal-naiv: Absatz Vorjahresmonat × Trendfaktor Trendfaktor = Σ letzte 3 Monate ÷ Σ Vorjahr (begrenzt auf 0,5 bis 2)
Eine Schätzung für die eigenen Zahlen, nicht für den Markt. Ergänzt durch eine lineare Fortschreibung der letzten zwölf Wochen.
Lesehilfe: Eine Orientierung, keine Zusage. Marktprognosen gibt es nicht.
Nur für eigene Zahlen.
Pearson r = Σ (x − x̄)(y − ȳ) ÷ √( Σ (x − x̄)² × Σ (y − ȳ)² )
Misst, ob Preis und Absatz gleichläufig oder gegenläufig schwanken – Woche für Woche.
Lesehilfe: Nahe 1 = gleichläufig, nahe −1 = gegenläufig, nahe 0 = kein linearer Zusammenhang. Zusammenhang ist keine Ursache: Aktionen, Saison und Wetter wirken mit.
Nur aus Wochen mit ausgewiesenem Preis und Absatz.
Quantil q = Wert an Position (n − 1) × q, zwischen zwei Werten linear interpoliert
Der Median ist der mittlere Wert, die Quartile markieren die Viertelpunkte. Sie zeigen die Preisspanne ohne Ausreißer.
Lesehilfe: Der Boxplot zeigt Minimum, Q1, Median, Q3 und Maximum.
Mindestens fünf Werte je Box.
Schutz: Jeder Marktwert beruht auf mindestens 5 unterschiedlichen Händlern. Kennzahlen aus ausgeblendeten Werten werden nicht berechnet – auch nicht über Summen oder Rangfolgen.
Prognosen gibt es nur für die eigenen Zahlen. Für den Markt werden keine Zukunftswerte geschätzt.