Methodik & Kennzahlen
Woher die Zahlen kommen, wie jede Kennzahl berechnet wird und welche Diagramme es gibt.
Datenbasis
Grundlage sind die Verkaufsberichte (SLSRPT/SLSRPTU) und Bestandsberichte (INVRPT/INVRPTU), die Händler über das Clearing-Center einliefern – ausschließlich von Händlern, die dem Teilnahmevertrag zugestimmt haben. Merkmale wie Marke, Warengruppe, Saison, Farbe, Größe, Zielgruppe und UVP stammen aus den Katalogen (PRICAT) der Lieferanten, die Region aus der Postleitzahl der Filiale.
Erneut gesendete Berichte und Updates ersetzen den alten Wert, statt ihn doppelt zu zählen. Es gibt keine Hochrechnung: Die Marktdatenbank bildet die teilnehmenden Händler ab.
Schutz in Kürze
Jeder Marktwert beruht auf mindestens 5 unterschiedlichen Händlern. Quellen, die du ohnehin kennst (deine eigenen Daten, deine EDI-Partner), zählen nicht mit. Ausgeblendete Werte lassen sich nicht aus Summen zurückrechnen – auch nicht in Kreuztabellen, Gruppen oder kumulierten Verläufen. Prognosen gibt es nur für eigene Zahlen.
Kennzahlen
So rechnet die Marktdatenbank – dieselben Erklärungen findest du als „i“ an den Kennzahlen.
Summe der verkauften Stück im Zeitraum, aus den Verkaufsberichten (SLSRPT) der Händler.
Summe der gemeldeten Umsätze – fehlt die Angabe, Menge × gemeldeter Verkaufspreis.
Umsatz ÷ Absatz, nur über Positionen mit Umsatzangabe. Tatsächlich erzielt, keine UVP.
Absatz (bzw. Umsatz) der Auswahl ÷ Absatz des Marktes bei sonst gleichen Filtern.
Veränderung gegenüber dem Vergleichszeitraum (Vorjahr oder Vorperiode).
Wachstum der Auswahl minus Wachstum des Marktes – in Prozentpunkten (Pp.).
Eigener Anteil ÷ Anteil im Markt × 100. Über 100 heißt: überdurchschnittlich vertreten.
Eigener Ø Preis ÷ Ø Marktpreis × 100.
Absatz ÷ (Absatz + Bestand am Ende des Zeitraums).
Letzter gemeldeter Bestand je Filiale und Artikel (INVRPT), höchstens 180 Tage alt.
Bestand ÷ durchschnittlicher Wochenabsatz im Zeitraum – in Wochen.
Absatz aufs Jahr gerechnet ÷ durchschnittlicher Bestand (Anfang und Ende des Zeitraums).
Anteil jeder Größe am Absatz – auf Wunsch eigene Kurve gegen die Marktkurve.
Einordnung nach erzieltem Stückpreis (sonst UVP) in die Preisbänder des Betreibers.
Umsatz ÷ (UVP × Menge) für Artikel mit UVP. 100 % = zur UVP verkauft.
Anteil der Stück, die mindestens 3 % unter UVP verkauft wurden.
Absatz eines Kalendermonats ÷ Ø Monatsabsatz × 100, aus bis zu 24 vollen Monaten.
Herfindahl-Hirschman-Index: Summe der quadrierten Marktanteile in % der ausgewiesenen Marken. Unter 1.500 gering, über 2.500 hoch, 10.000 = ein Anbieter.
Anteil der n stärksten ausgewiesenen Marken bzw. Artikel am Absatz.
A-Artikel bringen zusammen 80 % des Absatzes, B die nächsten 15 %, C den Rest. Ausgeblendete Artikel zählen zu C.
Anteil am Absatz von Artikeln, die im gewählten Zeitraum erstmals verkauft wurden.
Ø Absatz je Artikel in den Wochen nach dem ersten Verkauf (Artikel der letzten 52 Wochen).
Mittel der letzten vier Wochen. Ausreißer: Wochen, die mehr als zwei Standardabweichungen vom gleitenden Mittel abweichen.
Renner: Abverkaufsquote ab 50 % und Reichweite bis 4 Wochen. Ladenhüter: Quote bis 25 % oder Reichweite über 26 Wochen bei vorhandenem Bestand.
Misst, wie ungleich der Absatz auf die Artikel verteilt ist: 0 = alle verkaufen gleich viel, 1 = ein Artikel verkauft alles. Nur ausgewiesene Artikel.
Zeigt die Verteilung des Absatzes: je weiter die Kurve unter der Diagonale, desto ungleicher. Nur ausgewiesene Artikel.
Wie viele Artikel das Sortiment wirklich trägt (Shannon-Diversität). Liegt sie weit unter der Artikelzahl, tragen wenige Artikel den Absatz.
Gleichmäßiges Jahreswachstum zwischen dem ersten und letzten vollen Kalenderjahr im Zeitraum. Nur, wenn jedes Jahr ausgewiesen ist.
Standardabweichung der Wochenwerte geteilt durch den Mittelwert – wie sprunghaft der Absatz ist, unabhängig von der Höhe.
Wie viele Tage ein Stück im Schnitt auf Lager liegt: 365 geteilt durch den Lagerumschlag.
Zerlegt die Umsatzänderung in Mengeneffekt (mehr oder weniger Stück), Mixeffekt (Verschiebung zwischen Warengruppen) und Preiseffekt (Preisänderung). Die drei Teile ergeben die Änderung genau.
Pearson-Korrelation von Ø Preis und Absatz je Woche (−1 bis 1). Zeigt einen gemeinsamen Verlauf, aber keine Ursache – Aktionen, Saison und Wetter wirken mit.
Saisonal-naiv: Vorjahresmonat × Trend der letzten drei Monate; dazu eine lineare Fortschreibung der letzten zwölf Wochen. Für Marktwerte gibt es keine Prognosen.
Anzahl unterschiedlicher Händler und Filialen, aus denen ein Wert stammt.
Diagrammarten
Jedes Diagramm lässt sich als Tabelle zeigen und als CSV herunterladen.
Zeitverläufe mit Vergleichszeitraum (grau).
Zeitabschnitte, Verteilungen.
Ranglisten, auch mit mehreren Reihen.
Absatz und Ø Preis zusammen.
Anteile als Flächen, Farbe = Veränderung.
Portfolio: Anteil × Wachstum × Umsatz.
Sortiert mit kumuliertem Anteil und ABC-Grenzen.
Wachstumsbeiträge je Warengruppe.
Preisspanne: Minimum, Quartile, Median, Maximum.
Deutschland nach PLZ-Zonen (schematisch).
Zwei Dimensionen, z. B. Region × Warengruppe.
Index um 100 bzw. Veränderung um 0.
Anteile, z. B. Farbfamilien in ihrer Farbe.
Struktur im Vergleich.
Die Marktdatenbank enthält keine personenbezogenen Daten – nur Unternehmens-, Filial- und Artikelwerte. Exporte und Berichtsversand werden protokolliert.